Sachwerte versus Geldwerte

Besonders in Krisenzeiten ist eine Investition in Sachwerte werthaltiger, als in Papiere. Sachwerte behalten immer einen Wert, sind unabhängig von der Zahlungsfähigkeit eines Schuldners.

Solange das Geld sachwert-gedeckt war, als Münzen aus Gold und Silber bestanden, konnten Regierungen die Geldmenge nicht beliebig vermehren. Doch da seit 1971 die Golddeckung des Dollars abgeschafft wurde (andere Währungen waren bis dahin fest an den Dollar gebunden), kann seitdem beliebig viel Papiergeld in Umlauf gebracht werden.

Doch welche Sachwerte können Vermögen nachhaltig schützen?

Arten von Sachwerten

Die wesentlichen Sachwerte sind Immobilien, Mobilien, Aktien, außerbörsliche Unternehmensbeteiligungen und Rohstoffe. „Sachwert“ ist dabei eine recht grobe Definition. Feiner unterscheidet man jeden Sachwert nach Ertrag, Wachstum, Verfügbarkeit und Substanz. Keine Anlageform hat einen „puren“ Charakter; alle weisen unterschiedliche Züge auf, sie mischen diese Eigenschaften. [Beispielsweise ist ein unbebautes Grundstück substanzstark (es kann nicht viel kaputtgehen), aber ertragslos (es) bringt nichts ein.]

Sachwerte und ihre Ertragsquellen

Immobilien, Mobilien und Aktien erwirtschaften ihre Erträge durch laufende Einnahmen aus Mieten und Pachten, Chartern oder Dividenden. Rohstoffe werfen keine laufenden Erträge ab.

Sachwerte als Inflationsschutz?

Sachwerte behalten immer „einen“ Wert, können also nie auf Null fallen - beispielsweise nach einer Währungs-reform. Doch solange es noch nicht (ganz) so weit gekommen ist, behalten sie ihren Wert gegenüber der fallenden Kaufkraft immer dann, wenn die Preissteigerung der Inflationsrate entspricht.

Sachwerte und Wachstum

Wenn man die reine Steigerung des Preises außen vor läßt - die entweder eine besondere Nachfrage ausdrückt oder zumindest einen Inflationsausgleich - dann gibt es Wachstum nur dort, wo die  Substanz wächst. Das ist nur bei vitalen Unternehmen der Fall. Alle anderen Sachwerte bleiben mengenmäßig bestenfalls konstant.

Sind Immobilien stabil?

Die meisten denken bei Sachwerten zuerst an Immobilien. Immobilien behalten ihren Wert, steigern ihn - langfristig - und bringen dazu noch laufende Erträge ... meint man landläufig. Ist dem tatsächlich so?

In der Tat konnte man mit Immobilien z.B. die Hyperinflation von 1923 überwinden. Aber sie gleichen keineswegs eine schleichende Inflation aus. In den letzten 15 Jahren sind deutsche Immobilien in der Gesamtheit nicht im Wert gestiegen (obwohl es in diesem Zeitraum eine erhebliche Geldentwertung gab).

Des weiteren erfordern Immobilien laufende Instandhaltung und Modernisierung. Sonst bleiben sie nicht wettbewerbsfähig. Wenn man sie finanziert hat, muß auch ständig der Kredit bedient werden. Erträge hat man (nur), solange das Objekt auch vermietet ist. Die Mieten liegen im Regelfall unter den langfristigen Zinsen, und „von allein“ steigen auch die Werte nicht.

So mancher Investor in den Neuen Bundesländern mußte leidvoll mitansehen, daß die Mietnachfrage an die Bevölkerungs- und Wirtschaftsentwicklung gebunden ist. Sinken diese, steht man schnell ohne Mieter da und/oder muß die Miete kräftig senken.

Im Ausland gab es seit dem Jahr 2000 enorme Preis-Blasen in Immobilien. Dort hat nur derjenige verdient, der rechtzeitig ausgestiegen ist, denn seit 2008 fielen die Preise viel schneller, als sie zuvor gestiegen waren.

Alles in allem erfordern Immobilien nicht nur einen langen Atem, sondern auch viel Sachverstand bei der Auswahl und dem richtigen Ein- und Ausstiegszeitpunkt.

Was taugen Aktien?

Kaum eine Anlageform wird so konträr beurteilt, wie die Aktie. Die einen loben sie als die „langfristig beste Anlageform“, für andere ist die ganze Börse nur ein großes Casino. [Sicher hat es damit zu tun, wie gut man selbst abgeschnitten hat...].

Aktien haben teilweise einen Sachwert-Charakter, sie schütten Dividenden aus und steigen im Kurs. Auf sehr lange Sicht hat man tatsächlich mit Aktien immer gutes Geld verdienen können. Insbesondere nach langen Anstiegsphasen jedoch fallen die Kurse mitunter massiv. Das war in den 70er Jahren der Fall und auch seit 2000 haben die wenigsten mit Aktien Geld verdient. Auch hier braucht es Fachkunde für die Auswahl - plus starker Nerven, wenn es abwärts geht.

Können Rohstoffe die Inflation ausgleichen?

Rein logisch gesehen, schon. Sie werden jedoch meist börsengehandelt und unterliegen daher ebenfalls starken Schwankungen. Wenn sie jahrelang vernachlässigt wurden (wie ca. 1983-1999) und dann plötzlich von der Anlegerschaft entdeckt werden, ergeben sich solch spektakuläre Entwicklungen wie bis 2008, wo sie sich auf breiter Front vervielfachten. Doch dann kann es auch wieder nach unten gehen - und das rapide.

Gegen galoppierende Inflation und Hyperinflation schützen sie unbestritten. Mit Ausnahme von Edelmetallen hat der Normalanleger jedoch ein Lagerungsproblem für die physische Ware, muß daher auf Börsenterminkontrakte setzen - was auch nicht ohne ist.

Liegt die Lösung in Mobilien?

Über Beteiligungen kann man in verschiedenste werthaltige Mobilien investieren. Am bekanntesten sind sicher Schiffe, die sich gerade in den letzten Jahren gesteigerter Beliebtheit erfreuten. Daneben werden Flugzeuge, Züge, Triebwerke, Container u.ä. angeboten. Alle diese Güter werden gebraucht und repräsentieren reale Werte. Sie sind standortungebunden (eben mobil) und werfen laufende Erträge ab, die meistens deutlich über Immobilienmieten liegen.

Auch diese Anlagen sind jedoch zyklisch und brauchen eine große Expertise, damit man die Spreu vom Weizen scheidet und ein gutes „Timing“ erzielt.

Sachwert mit Ertrag und eingebautem Wachstum

...das wäre „die“ Anlage. Gibt es das? Einen besonderer Rohstoff, dessen Preis nicht nur steigt, sondern dessen Menge zusätzlich wächst? Es gibt einen solchen begehrten Rohstoff, dessen Preis zumindest mit der Inflation steigt und dessen Menge auch noch zunimmt!

Es ist Holz, das „Grüne Gold“, dessen Nachfrage mit der Weltbevölkerung steigt. Lesen Sie HIER mehr über den Sachwert HOLZ.